25 | ExTra! – Exchange Traditions Musikwelten in Hamburg II

1 - TÄGIGER WORKSHOP

Schwerpunkt türkisch-arabische Musik
Hineinhören - fragen - ausprobieren

Samstag, 30. Juni 2018

Zielgruppe

Lehrkräfte in der musikalischen Arbeit mit Geflüchteten, Musiker*innen und Pädagog*innen, JeKi-Lehrkräfte, Musiktherapeut*innen und alle, die mehr über Musikkulturen aus den Herkunftsländern von Migranten erfahren möchten.

Projektleitung

Ulrike Herzog

Klicken Sie auf Anmeldung, um zum Anmeldeformular zu gelangen
Ort
Staatliche Jugendmusikschule
Aula, Haus 2, 1. Etage
Lageplan
Anfahrt-Ansicht unter: www.maps.google.de (externer Link)
Kursgebühr
60,- Euro
Teilnehmerzahl
mind. 20

Hinweis

Namen der Dozent*innen und die Auswahl der Instrumente Ende März: hier auf dieser Website
Termin
Sa., 30.06.2018, 10:00 - 16:00 Uhr
Anmeldung
Landesmusikakademie Hamburg
c/o Staatliche Jugendmusikschule
Mittelweg 42, 20148 Hamburg
Info-Tel.: 040 / 428 014 170
Anmeldeschluss
04. Juni 2018

Kursbeschreibung

Zu Beginn steht ein ethnomusikalischer Einführungsvortrag zu musikalischen Konzepten wie Makam (türkische und arabische Skalen), Einstimmigkeit, Improvisation, Stückaufbau und Notation. Um die interkulturelle Übersetzung und Vermittlung zwischen eigenen und fremden Musiktraditionen zu erleichtern, besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen. Bereits im Rahmen dieser Einführung lernen wir die verschiedenen Instrumente kennen.

 

Inhalt:

  • „Heimatklänge“ - Live-Musik der beteiligten Dozent*innen
  • Instrumentenvorstellung mit Klärung von Herkunft und Spieltechniken
  • Workshop-Arbeit in Form von „Klangsprechstunden“
  • Ausprobieren des Instrumentariums
  • „Zu zweit an einem Instrument“ - ein Stück zusammen mit den Teilnehmer*innen

Ablauf

Teil 1:  (ca. 10:00 - 11:00 Uhr) ethnomusikalische Einführung

  • Begrüßung und musikalische Einstimmung
  • ethnomusikalische Einführung in die Makamtheorie und Erläuterung musikalischer Konzepte türkischer und arabischer Musik (Ulrike Herzog)
  • Vorstellung der Musiker*innen und Instrumente
    - jeder spielt ein Stück auf seinem/ihrem Instrument allein oder mit Begleitung
    - gemeinsames Spielen

 

Teil 2: (ca. 11:00 - 15:15 Uhr) Workshops / Klangsprechstunden

Die Teilnehmer*innen gehen in die Klangsprechstunden und erfahren theoretisch und praktisch etwas über das gewählte Instrument. Die Instrumente können ausprobiert werden.

Es wird drei Klangsprechstunden geben und dazwischen kleine Kaffeepausen zum Austausch.

 

11:00 - 12:15 Uhr: Workshoprunde 1

kleine Pause

 

12:30 - 13:45 Uhr   Workshoprunde 2  

kleine Pause

 

14:00 - 15:15 Uhr   Workshoprunde 3

kleine Pause

 

Teil 3: (ca. 15:30 - 16:00 Uhr) gemeinsamer Abschluss mit Musik

Gegen 15:30 Uhr kommen alle wieder in der Aula zusammen um ein gemeinsames Stück zu spielen. Den Abschluss bildet ein gemeinsames Stück „Heimatklänge“ der beteiligten Dozentengruppe.

 

Die Musiker*innen und Instrumente:

Enis Arslan (Türkei): türkische Schilfrohrflöte Ney

Cornelia Gottesleben (Deutschland): armenisch aserbaidschanische Kniegeige Kabak Kemane      

Hani Ibrahim (Ägypten): ägyptisch-arabische Percussion (Bechertrommel Darbuka / kleine Schellentrommel Riq)

Ali Shibly (Irak): arabische Oud

Malte Stück (Deutschland/Türkei): türkische Kurzhalslaute Saz, Bağlama

Projektleitung

Ulrike Herzog

Percussionistin, Ethnologin, Musikwissenschaftlerin Seit vielen Jahren forscht sie zu verschiedenen Musikkulturen, war Lehrbeauftragte an der HfMT und der Uni Hamburg. Seit 2011 ist sie in der Entwicklungszusammenarbeit für Musikschulprojekte in Krisengebieten tätig. Sie unterrichtet Percussion an der JMS und im JeKi-Programm und leitet seit 2015 das Pilotprojekt Musik mit jungen Geflüchteten.

Mitwirkende Musiker*innen

Enis Arslan (Schilfrohrflöte Ney)

studierte bei den Ney-Meistern Emre Tombul, Ali Tan uns Ahmet Toz in Istanbul. Seine Lehrer waren ihrerseits Schüler bei dem legendären Ney Großmeister Niyazi Sayin. Er nahm vier Jahre Unterricht in türkischer Musiktheorie bei dem Tamburmeister Özer Özen und trat in der Türkei und in Europa bei etlichen Konzerten - unter anderem auch bei Gedenkkonzerten zu Ehren von Mevlana Rumi - als Ney Spieler auf. Seit drei Jahren lebt und wirkt er als Musiker in Hamburg.

  

Cornelia Gottesleben (Kniegeige Kabak Kemane)

ist Diplommusikerin. Sie spielt seit vielen Jahren in verschiedenen Formationen unterschiedliche Stile. Seit 2000 spielt sie als Geigerin in der Klezmer-Band "Mischpoke" - eine Band, die inzwischen deutschlandweit auftritt. Vor etwa 6 Jahren entdeckte sie ihre Liebe zur türkischen Musik und Sprache und begann die Kniegeige Kabak Kemane (Kemance) zu studieren. Mit diesem Instrument begleitet sie einen türkischen Chor. Die Erfahrung mit Makam-Musik wird Jahr für Jahr vertrauter. Seit 2016 unterrichtet sie auch an der Staatlichen Jugendmusikschule.

www.mischpoke-hamburg.de

 

Hani Ibrahim (arabische Bechertrommel Darbuka, Rahmentrommel Riq, Percussion)

In Ägypten geboren, stammt Hani aus einer sehr musikalischen Familie. Bereits im Alter von 4 Jahren begann er unter der Anleitung seines Vaters Tambourin, Duv und Oud zu spielen. Sein Lieblingsinstrument jedoch wurde die Trommel. Sein Weg führte ihn nach Amman und Bagdad, wo er in den großen Nachtclubs arbeitete. Hier begann auch seine Zusammenarbeit mit Tänzerinnen und Musikern aus den verschiedenen arabischen Staaten. Seit 1991 lebt Hani in Hamburg. Von hier aus führten ihn Engagements durch ganz Deutschland, nach Dänemark, Schweden, Finnland, England und Frankreich.

www.orientaldrums.com

 

Ali Shibly (arabische Oud)

1965 in Basra/Irak geboren, lebt seit 1998 in Deutschland, wo er bereits ein Jahr später die Shibly Band gründete, die mittlerweile bekannteste Band in Deutschland für stilübergreifende orientalische Musik. Der Durchbruch gelang Ali Shibly auf der Theaterbühne in Hamburg durch die musikalische Leitung und Begleitung des Stückes „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Bösen“ mit Ilja Richter. Parallel leitet er das „Sol“, eines der populärsten Kinderorchester in Norddeutschland, mit dem er Konzerttourneen bis nach Ägypten unternahm.

www.shiblyband.de

 

Malte Stueck (Kurzhalslaute Saz)

Nachdem Malte Stueck, geboren 1977 in Hamburg, ab 1996 im Hamburger Alevitischen Kulturzentrum mehrere Jahre lang Saz-Unterricht genommen hatte, studierte er türkische Musik am Rotterdamer Konservatorium. Anschließend absolvierte er ein fünfjähriges Privatstudium bei dem Musikethnologen und Saz-Virtuosen Talip Özkan in Paris und unternahm mehrere Feldforschungsreisen in die Türkei und nach Griechenland. Gegenwärtig unterrichtet er Saz in der eigenen Schule für anatolische Musik und in der Akademie Hamburg für Musik und Kultur. Als Musiker wirkt er in unterschiedlichen Formationen und Projekten mit, u.a. dem Pinhan Ensemble, dem Saz-Quartett Talipler, dem belgisch-türkischen Projekt Imago Mundi - Passage und der Oper Gegen die Wand.