Pressespiegel

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JeKi braucht Fortbildung
Bericht aus drei Landesmusikakademien
NMZ September 2012

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Rückblick und Ausblick
Die Landesmusikakademie Hamburg geht in ihr 10. Fortbildungsjahr

 

NMZ November 2012

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Faszination Musikvermittlung Workshopreihe zur Konzertpädagogik | Szene Hamburg, Januar 2008
 

Die Elbphilharmonie sorgt sich um ihr zukünftiges Publikum
und bietet in Kooperation mit der Landesmusikakademie und
dem Körber-Fonds ZukunftsMusik Workshops für Musiklehrer
an, die Jugendliche für klassische Musik begeistern sollen.

„Jugendliche geben einen Haufen Geld für Popkonzerte aus, aber in
klassischen Konzerten trifft man sie nie“, sagt Eberhard Müller-Arp
vom Konservatorium Hamburg. Es stimmt – was Mittvierziger beim
Konzertbesuch in ungeahnt jugendfrische Laune versetzt, bereitet den
Veranstaltern zusehends Kopfschmerzen. Die meisten Zuhörer haben
die 60er Marke schon längst geknackt. Was also, wenn die Elb-
philharmonie endlich fertig ist, das Publikum aber bereits ausge-
storben?! „Deutschland hat sich viel zu lange auf Beethoven und
Brahms ausgeruht – nun bewegt sich was. Die Idee dahinter nennt
sich &Mac226;Teach the Teacher’ und setzt via Schneeballprinzip
auf längerfristiges Wirken im musikpädagogischen Bereich, erklärt
Müller-Arp die Idee der neuen Workshop-Reihe. Zusammen mit
der Landesmusikakademie und mit Unterstützung des Körber-Fonds
ZukunftsMusik wird die Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betreiber-
gesellschaft ab Februar insgesamt drei Workshops zur Konzertpädagogik
anbieten. So sollen freie Musiklehrer, aber auch Orchestermusiker
und Schullehrer mit frischen Methoden der Musikvermittlung vertraut
gemacht werden und als Multiplikatoren ihre Begeisterung auf
Hamburgs Jugend übertragen. Die werden sich frisch motiviert
zwischen Color-Line-Arena und Elbphilharmonie entscheiden
müssen – für beides reicht das Taschen- geld wahrscheinlich dann
doch nicht.

(KIM)

Faszination Musikvermittlung – Hamburger Workshopreihe zur Konzer-
tpädagogik: 23.1., 11. / 12.4., 10. / 11.10. Anmeldeschluss zum ersten
kostenfreien Workshop mit Prof. Klaus Schneider bis 8.2. Anmeldung
und weitere Infos auf dieser Website in der Rubrik "Kooperation mit der
Elbphilhamonie (siehe links) oder 42801 4125

Offensive Neue Projekte, mehr Geld für musikalische Bildung | Hamburger Abendblatt, 29.November 2007
 

Offensive Neue Projekte, mehr Geld für musikalische Bildung

 

Trainingscamps für Musiklehrer

Hamburg plant Projekt "Jedem Kind ein Instrument".
Ein Ziel: Konzertsäle sollen wieder voller werden.

HAMBURG

Lange Zeit sah es für den (Hörer-) Nachwuchs in der Klassik
ziemlich düster aus: Im Jahr 2005 warnte ein Bericht der
Bundesregierung, das Opernpublikum sei "vom Aussterben
bedroht". Mittlerweile hat sich einiges geändert: Wolfhagen
Sobirey, Präsident des Landesmusikrats, erlebt derzeit einen
grundlegenden Wandel in der musikalischen Bildung: "Es gibt
in Hamburg wirklich einen Ruck. Der Senat plant etwa eine
Musikoffensive; dann soll das nordrhein- westfälische Projekt
,Jedem Kind ein Instrument' nach Hamburg geholt werden,
außerdem haben wir von der Bundeskulturstiftung über eine
Million Euro für Neue Musik bekommen. Das sind Meilensteine!"

Gestern konnte sich Sobirey über einen weiteren Meilenstein
freuen: Unter dem Motto "Faszination Musikvermittlung"
präsentierte die Landes- musikakademie in Kooperation mit
Elbphilharmonie und Körberstiftung eine Initiative zur
Professionalisierung der Musikpädagogik. Denn wer Kindern
Musik nahebringt, muss gut gerüstet sein, weiß Christoph
Becher von der Elbphilharmonie: "Wenn ein Orchestermusiker
in die Schule geht, stellt sich die Frage: Wie gehe ich mit einer
Gruppe um? Das ist ja unglaublich schwierig! Da fehlt es nicht
an gutem Willen, sondern an Technik. Da muss man Moderations-
techniken draufhaben und Dramaturgien bauen; da ist es gut,
Rat von außerhalb zu holen."

Genau das soll nächstes Jahr geschehen: Im Rahmen von drei
Workshops können sich Musikvermittler bei international
renommierten Konzertpädagogen mit Konzepten vertraut machen.

Diese "Trainingscamps" setzen ein bestehendes Projekt fort:
Seit 2003 haben zahlreiche Lehrer und Erzieher das Weiterbildung-
sangebot der Landesmusikakademie genutzt. Sie sollen ihre
Erfahrungen als Multiplikatoren weitertragen –- und ein
Schneeballsystem in Gang setzen.

Dabei geht es immer um die Begeisterung für Musik als Eigenwert,
betont Akademie-Leiter Winfried Stegmann: "Musikpädagogik
darf kein Marketinginstrument sein, sondern muss das Individuum
und sein Interesse in den Mittelpunkt stellen. Dann werden auch
die Konzertsäle langfristig wieder voller."

Stä

Mehr Spaß und mehr Qualität im Musikunterricht | Die Welt, 29. November 2007
 

VON KATJA ENGLER

Mehr Spaß und mehr Qualität im Musikunterricht

Elbphilharmonie-Intendanz und Landesmusikakademie stellen ihre
erste musikpädagogische Initiative vor

"Ich habe das Gefühl, dass ein Ruck durch die Stadt geht":
Wolfhagen
Sobirey, Präsident des Landesmusikrates, meint mit diesem Ruck
den beendeten Dornröschenschlaf im Hinblick auf die jahrzehntelange
Vernachlässigung der musikalischen Bildung. Denn inzwischen hat sich
einiges getan. Gestern wurde der Presse die erste musikpädagogische
Initiative der Elbphilharmonie-Intendanz vorgestellt, die jetzt beginnt,
sich konkret einzumischen. Als erstes mit einer Workshop- Reihe, die
sich an Orchestermusiker, Lehrer, Dramaturgen und Musikmanager
richtet. "Das sind Multiplikatoren, und wir rechnen mit einem Schneeball-
Effekt", sagt Winfried Stegmann, Leiter der Landesmusikakademie.
Christoph Becher von der Elbphilharmonie stellt grundsätzlich fest:
"Wir können nur gut sein, wenn wir eine große innerstädtische
Verankerung erreichen, an der sich Eltern und Schulen beteiligen."
Primär strebt er eine intensive Zusammenarbeit mit den bestehenden
Institutionen an. Allein die Landesmusik- Akademie hat in den
vergangenen vier Jahren 2000 Lehrkräfte in jeweils rund 20 Stunden
weitergebildet und damit 50 000 Kinder erreicht. Der Musikunterricht
an Hamburgs Schulen, das weiß man inzwischen, ist meist hoffnungslos
veraltet. "In anderen Ländern ist auf diesem Gebiet viel mehr passiert.
Das ist manchmal regelrecht beschämend", sagt Eberhard Müller-Arp
vom Hamburger Konservatorium. Lehrer haben oft dasselbe Problem
wie die Orchestermusiker, die mitunter in die Schulen ziehen: Sie sind
zwar hoch motiviert, haben aber keine Ahnung, welche Techniken sie
wie einsetzen können (Stimme, Inszenierung, Improvisation), um ihre
Schüler begeistert bei der Sache zu halten. "Da müssen wir auf
Professionalisierung setzen. Denn wenn man Kinder für Musik
begeistern will, muss man das gelernt haben", sagt Wolfhagen Sobirey.
Das sei auch der Unterschied zu vielen ehrenamtlichen Initiativen, mit
denen letztlich alle Teilnehmer überfordert seien. Die drei neuen Workshops
sind allerdings nur für 20 bis 30 Teilnehmer konzipiert: "Da kann man
nicht
auf Masse gehen. Wenn man rechnet, dass jeder ausgebildete
Musikpädagoge oder Musiker 50 Schüler hat, dann erreicht man 1000
Kinder", sagt Christoph Becher.

Welche Projekte sind erfolgreich? Wovon kann man lernen? Diese
Fragen stehen auch bei der weiteren Konzeptentwicklung im Mittelpunkt.
Im Februar kommt mit Ernst Klaus Schneider eine musikpädagogische
Koryphäe zum ersten Workshop nach Hamburg. In Detmold hat er eine
Abonnementsreihe für sechsjährige Kinder etabliert und berichtet aus der
Praxis. Aus Wien reist dann im Oktober Dietmar Flosdorf an, der unter
anderem mit den Wiener Symphonikern das Programm "Musik zum
Anfassen"
verantwortet. Durch die Unterstützung des Körber-Fonds Zukunftsmusik,
der jährlich 100 000 Euro für Musikvermittlung zur Verfügung stellt,
bekommen solche Konzepte einen internationalen Radius. Zukünftig könne
man "Leute einladen, die international agieren und damit Erfahrungen und
Know-how nach Hamburg holen", sagt Müller-Arp. Hohe Erwartungen
werden in diesem Zusammenhang schon jetzt an die Elbphilharmonie gestellt,
die nicht nur von der Körber-Stiftung unterstützt wird, sondern auch von
der Stiftung Elbphilharmonie, die am kommenden Sonntag mit vielen
Spendern und Stiftern ihr zweijähriges Jubiläum feiert. 67 Millionen Euro
sind inzwischen zusammen- gekommen, davon 700 000 Euro aus Klein-
spenden. 6700 Hamburger unterstützen die Stiftung Elbphilharmonie.

Der Bau, in dem die Musik spielen wird, ist mittlerweile komplett entkernt,
nur noch die Fassade steht. Ein Gutteil der Nachgründung ist im Boden,
400 von gut 600 Ortbeton- Verdrängungspfählen, die den Bau besser stützen
sollen. In den nächsten Wochen werden die letzten Pfähle in den Boden
gerammt, die Sohle wird fertig gestellt, und dann beginnt man mit dem Bau
der zuunterst gelegenen Tiefgarage.

Ist Musikalität lehrbar? Die Landesmusikakademie Hamburg | nmz, Juni 2007
 

Die Landesmusikakademie Hamburg gehört zu den jüngsten
Mitgliedern im Kreis der Musikbildungsstätten. Sie hat sich
auf die Fort – und Weiterbildung von Musikpädagogen spezialisiert
und bietet qualifizierende Angebote im Hinblick auf die aktuellen
Entwicklungen in Kultur, Bildung und Gesellschaft.

Synergiegewinn durch Kooperation
Die Leitungen des Hamburger Konservatoriums und der Staatlichen
Jugendmusikschule Hamburg haben
2003 beschlossen, ihre internen
Fortbildungsprogramme zusammenzulegen und systematisch auszubauen,
um ihr Kollegium auf die ständig neuen Anforderungen in der musik-
pädagogischen Praxis kontinuierlich fortzubilden. Gleichzeitig sollten
auch Impulse in die Stadt und das Umland gehen und der Austausch
gefördert werden. So wurden die Angebote für alle interessierten
Teilnehmer geöffnet und unter das Dach des Landesmusikrats Hamburg
gestellt, der die Entwicklung einer Landesmusikakademie schon seit
langem vorgehabt hat. Dabei weist die Landesmusikakademie Hamburg
eine Reihe von Besonderheiten auf, die sie von den traditionellen
Einrichtungen unterscheidet:

Nähe zu Unterrichtspraxis und Studium
Da ist zunächst einmal die Nähe zu den beiden Instituten Hamburger
Konservatorium und Staatliche Jugendmusikschule Hamburg. Die
Erfordernisse der Praxis, der Alltag und die Highlights im Musik-
schulleben prägen ganz unmittelbar die Angebotspalette. Auch die
Studienabteilung in der Akademie des Konservatoriums ist eng mit
der Landesmusikakademie verknüpft: die Studenten profitieren
von den aktuellen und hochkarätigen Seminaren und die Landes-
musikakademie greift Impulse und herausragende Studienangebote
auf.

Musikpädagogische Schwerpunkte
Die Landesmusikakademie Hamburg konzentriert sich auf musik-
pädagogische Fort – und Weiterbildungen. Ziel
gruppe sind in erster
Linie Musikschullehrer, Privatmusiklehrer, Orchestermusiker,
Schulmusiker und musisch tätige Pädagogen.

Die Schwerpunkte sind:
• Musik in der Ganztagsschule,
• Musik im Kindergarten und Frühförderung,
• Musikvermittlung.

Kurse und Symposien bilden ein System von Modulen, die sich zu
aufbauenden und weiterführenden Fortbildungsreihen zusammenstellen

lassen. In Zusammenarbeit mit der Akademie des Hamburger Kon-
servatoriums können zwei Zertifikate erworben werden: „Fit für die
Gruppe“ und „Fit für die Klasse“.

Aktuelles Angebot
Die Symposien zu aktuellen Themen haben in kurzer Zeit überregionale
Bedeutung errungen. Das „Erste deutsche Symposium Linkshändigkeit
und Musik“ im letzten Herbst zog seine Kreise bis nach Österreich.
Die Kulturreferate einiger führender Rundfunksender haben darüber
berichtet. In diesem Herbst findet das „Symposium frühinstrumentaler
Unterricht“ statt. Weitere Highlights in der zweiten Jahreshälfte sind die
Fachtagung Musik- therapie, ein Seminar und Konzert zum Thema
Blockflötenconsort mit Paul Leenhouts und „magisch – musikalisch –
mubuntu“ - künstlerisch praktische Musikvermittlung in Konzerten
für Kinder.

Die Landesmusikakademie Hamburg ist eine mobile Akademie.
Sie nutzt die Räumlichkeiten der Träger sowie der Musikhochschule
und weiterer Bildungseinrichtungen. Damit kann für alle Anforderungen
das passende Instrumentarium bereitgestellt werden. 2004 erschien
der erste Fortbildungskalender. Der große Zuspruch zeigte schnell,
dass der Bedarf vorhanden ist und das Niveau und die Aktualität des
Angebots auf Zustimmung stößt. Im zweiten Jahr konnte sich die
Teilnehmerzahl um ca. 60% auf etwa 600 steigern. Das Einzugsgebiet
reicht mittlerweile vom Schwarzwald bis nach Dänemark. Die Zielgruppe
unserer Angebote sind die musikpädagogischen Multiplikatoren: wenn
wir einen Schnitt von 25 Schülern pro Lehrer zugrunde legen, haben
wir 2005 mit den Impulsen aus unseren Fortbildungen 15.000 Schülerinnen
und Schüler erreicht!

Ist Musikalität lehrbar? Die Landesmusikakademie Hamburg blickt auf ein hervorragendes Fortbildungsjahr zurück |
tonart, Januar 2007
 

Ist Musikalität lehrbar?

Die Landesmusikakademie Hamburg blickt auf ein hervorragendes
Fortbildungsjahr zurück.

Auch im dritten Jahr konnte die Landesmusik- akademie Hamburg
die Zahl ihrer Teilnehmer steigern. Vor drei Jahren wurde sie von
der
Staatlichen Jugendmusikschule und dem Hamburger Konservatorium
unter dem Dach des Landesmusikrats Hamburg gegründet. Mittlerweile
ist sie die größte musikpädagogische Fortbildungseinrichtung im
Norden. Über 2000 Musikerinnen und Musiker haben bereits die
Kurse und Workshops besucht.

Hier treffen Lehrkräfte aus Schule und Musik- schule auf Erzieherinnen
aus der Kita, Orchestermusiker auf Privatmusiklehrer. Gemeinsam
besuchen sie Seminare zu Themen wie: „Ist Musikalität lehrbar?“,
„Wie kann man Kinder zum Tanzen motivieren?“, „Musizieren mit
einer Schulklasse“ oder „Improvisation im Gruppenunterricht“.

Der Schul- und Kulturausschuss der Hamburger Bürgerschaft hat
in einer Anhörung die Arbeit der Landesmusikakademie Hamburg
gewürdigt und die besondere Bedeutung eines kontinuierlichen,
hochwertigen Fortbildungsangebots für den Erfolg der Kinder-
und Jugendkulturarbeit anerkannt. Die Forderung nach einer
adäquaten Unterstützung, wie es sie mittlerweile in fast allen
Bundesländern gibt, wurde quer durch alle politischen Lager
anerkannt, aber leider bislang nicht umgesetzt.

Im diesem Jahr haben die beiden Akademieleiter Winfried Stegmann
und Ulrike Beißenhirtz ganz besondere Highlights im Programm: Im
Juni kommt die Direktorin des Education Programms der Berliner
Philharmoniker, Catherine Milliken. Sie präsentiert erstmals in Hamburg
diese erfolgreiche und hochgelobte Arbeit in einem Workshop. Danach
verwandelt „1stClassRock“ die Schulklasse in eine Rockband und der
Herbst bringt „Futter für die Fantasie“ für Vorschulkinder sowie das
dreiteilige Weiterbildungsprogramm „Fit für die Schule“. Das ganze
Jahresprogramm mit über 30 Kursen steht in den aufgeführten
Rubriken
auf dieser Website (siehe links im Kursangebot)

Die Landesmusikakademie Hamburg nimmt eine wichtige Schlüsselrolle
an der Schnittstelle von Studium und Praxis, Lehrer und Schüler,
Musiker
und Publikum ein. Die Nachfragen belegen, dass sie mit ihrem
hochkarätigen Programm ein hohes Ansehen in ganz Deutschland
erobert hat.

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